Heliumdetektor - wie arbeitet man damit ?
Mit diesem sehr empfindlichen Verfahren können selbst kleinste Leckagen in Leitungsssystemen entdeckt werden. Hohlräume oder Leitungen werden mit dem Edelgas Helium geflutet. Leckagen verraten sich dadurch, daß Helium an diesen Stellen in geringen Mengen austritt. Durch einen Detektor werden diese dann genau erfasst.
Mit einer Messempfindlichkeit von 2 ppm liegt der nur 2,6 kg schwere Heliumlecksucher über dem Industriestandard und ortet auch kleinste Lecks. Die kleinste detektierbare Leckrate liegt bei 5 x 10-6 mbar l s-1. Der Heliumlecksucher ist netzunabhängig und damit auch für schwierigste Einsatzorte geeignet. Das selbsterklärende Gerät lässt sich selbst von ungeschulten Anwendern schnell beherrschen.
Der portable Heliumlecksucher ist bestens geeignet, um die Dichtheit von Behältern und Systemen aller Art zu überprüfen und empfiehlt sich u.a. für den Einsatz in pharmazeutische Bioreaktoren, Medienleitungen aller Art, Wärmetauschern, Verpackungen für Nahrungsmittel und Kältetechnik.
Der Schnüffler kann darüber hinaus auch Lecks aufspüren, die sich im Untergrund oder hinter massiven Wänden befinden, z. B. in Gasversorgungsleitungen. Um die Dichtheit von solch einem Rohrleitungssystem zu überprüfen, geht man wie folgt vor:
- Füllen der Gasleitungen unter normalem Betriebsdruck mit Helium oder Helium-Gasgemisch (mind. 10 % Helium)
· Die Schnüffelsonde an Rohrleitung und Flanschen vorbeiführen
· An undichten Stellen tritt Helium aus und wird detektiert, gleichzeitig wird anhand der Menge des austretenden Heliums die Größe des Lecks (Leckrate) gemessen
Damit entfallen aufwändige und kostenintensive Aufbruch- oder Aushubarbeiten zur Freilegung ganzer Leitungsabschnitte. Mit Hilfe des portablen Helium-Lecksuchers ist es ebenfalls problemlos möglich, Lecks an unübersichtlichen und schwer zugänglichen Stellen von Anlagen oder Leitungssystemen zuverlässig zu orten.
Aufbau und Funktion
Mittels der Ansaugpumpe wird ein Luftstrom erzeugt, der den Heliumsensor umspült. Der Sensor ist in der Lage, selbst kleinste Heliumkonzentrationen (min. 2 ppm) zu erfassen. Die Menge des im Luftstrom enthaltenen Heliums wird durch den Sensor in einen adäquaten Stromfluss gewandelt. Über den Verstärker und die Auswerteelektronik wird der im Luftstrom enthaltene Heliumanteil quantifiziert und auf der Anzeigeeinheit in Echtzeit angezeigt. Die Quantität des Lecks kann auch akustisch ausgegeben werden. Die Kontrolleinheit überwacht den Heliumsensor und sorgt für eine gute Signalstabilität sowie hohe Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit . Grundsätzlich hat das Gerät zwei Empfindlichkeitsstufen:
Niedrige Empfindlichkeit: 10-4 m bar l s-1 (wasserdicht)
Hohe Empfindlichkeit: 10-6 m bar l s-1
Durch eine intelligente Ventilsteuerung wird der Sensor vor Übersättigung mit Helium geschützt. D. h. das Backflow Valve im Ventilblock kehrt den Gasstrom um und schützt so den Sensor vor Heliumübersättigung. Damit erreicht man sowohl eine Beschleunigung des Testzyklus als auch eine längere Lebensdauer des Heliumsensors. Das Gerät ist modular aufgebaut, so dass anfallende Wartungsarbeiten mit minimalem Aufwand vom Bedienpersonal selbstständig durchgeführt werden können. Entsprechend einfach sind auch Bedienung und Einsatz des Lecksuchers.
Arbeitsweise und Einsatz
Der Lecksucher arbeitet, wie oben erwähnt, in der Schnüffeltechnik: Das zu untersuchende Objekt wird mit Helium beaufschlagt und dann von außen abgeschnüffelt. In der Schnüffeltechnik muss darauf geachtet werden, wenn nicht im Freien gearbeitet wird, dass der Raum oder die Örtlichkeit gut durchlüftet ist, damit sich keine größere Helium-Anreicherung bildet. Es muss nicht in jedem Fall mit 100% Helium gearbeitet werden. Wenn beispielsweise mit einer Konzentration von 10 % Helium gearbeitet wird, ist die angezeigte Leckrate eine Zehnerpotenz kleiner als das tatsächliche Leck. Die Beaufschlagung des Prüflings mit Helium kann unter Atmosphärendruck, aber auch durch Überdruck erfolgen.