Gefällt mir 
 
  Fragen? Kontaktieren Sie uns! 
SaarTro GbR
Zu den Pottaschwiesen 12
D-66386 St. Ingbert
Tel 06894-9900893
Fax 06894-9900879
Email info@saartro.com
 
  Rufen Sie uns kostenlos an 
 
  Navigation 
   
 
 
   
 
 
   
 
 
   
 
 
   
 
 
   
 
 
   
 
 
   
 
 
   
 
 
   
 
 
   
 
 
   
 
 
   
 
 

Leckortung

  Fachwissen Leckortung 

Leckortung bezeichnet die Suche nach Wasserverlusten und Ursachen von Feuchtigkeit im Gebäude, insbesondere bei Undichtigkeiten in der Gebäudehülle oder bei Rohrleitungen.

Gasdetektion:

Bei diesem Verfahren wird das zu prüfende Medium mit Gas wie z.B. Helium oder einem Gasgemisch, auch Tracer-Gas genannt, beaufschlagt. Mit einem speziell auf das verwendete Gas reagierenden Sensor wird nun der Leitungsverlauf abgegangen. Da Gas eine geringere Dichte als Wasser hat, können hier schon Gasvorkommen von 1ppm (part per million) detektiert werden. Somit können bei diesem verfahren auch kleinste Leckagen zuverlässig und zentimetergenau geortet werden.

Achtung, liegt die Leitung unter einer Folie oder handelt es sich um ein Vicu-Kupferrohr tritt das Gas dort aus wo die Folie bzw. die Ummantelung des Rohres unterbrochen ist.

 

Neutronenradiografie:

Mit einer so genannten Neutronensonde kann man zerstörungsfrei nachweisen, ob und in welchem Grad Feuchtigkeit in Baustoffen etc. vorhanden ist. Dabei werden schnelle Neutronen durch evtl. vorhandene Wasserstoffatome auf thermische Geschwindigkeit abgebremst, und in HE-3-Zählrohren durch Auslösung elektrischer Impulse nachgewiesen. Ein digitaler Zähler im Anzeigegerät stellt diesen Impuls als Zahlenwert da, der in direkter, linearer Relation zum Wassergehalt steht. Oft kann durch Rastermessungen ermittelt werden  woher die Feuchtigkeit kommt und die Leckage wird so eingegrenzt.

 

Da dieses System mit Ionisierender Strahlung, Gamma- und/oder Neutronenstrahlung arbeitet, sind an das Personal besondere Anforderungen gestellt. In einem Betrieb, der die Neutronensonde einsetzt müssen folgende Personen benannt/bestellt werden:

  • Strahlenschutzverantwortlicher (meist Inhaber)
  • Strahlenschutzbeauftragter (StrlSchB)
  • Gefahrgutbeauftragter (GGB)
  • Gefahrgutfahrer (GGF)
  • Die Aufgaben des Gefahrgutbeauftragten können auch von einem extern Beauftragten wahrgenommen werden.

    Ebenso kann durch den Gefahrgutbeauftragten die Position des Gefahrgutfahrers durch Unterweisung und Belehrung, die halbjährlich und schriftlich bestätigt werden muss, eingespart werden.

     

    Die suche nach einer Firma die eine Neutronenradiografie anbieten kann lohnt sich in jedem Fall. Denn so ist man sich sicher, dass diese Firma auf dem neusten stand der Technik ist.

     

    Thermografie:

    Einfach gesagt, beruht dieses System darauf, dass jeder Körper Wärme ausstrahlt.

    Weis man, dass eine Leckage an einer Heizleitung (Vor- oder Rücklauf) oder einer anderen Wasserführenden Leitung besteht, kann der verlauf dieser Leitung mittels der Thermokamera bestimmt werden. Findet man an dieser einen so genannten Hot-Spot ist die Leckage Punktgenau geortet. Dieses System funktioniert aber nur, wenn die zu untersuchende Leitung nicht zu tief in der Wand bzw. im Boden liegt und die Dämmung der Leitung etc. genügend Wärme durchlässt um ein aussagekräftiges Thermografiebild zu erhalten (ist auch abhängig von der Kamera).

     

    In jedem Fall gehört eine Thermografiekamera zur Grundausstattung bei jeder Leckageortung.

    Frequenzanalyse (Horchtechnik):

    Geräusche, die von austretendem Wasser verursacht werden, können mit Hilfe der Frequenzanalyse bzw. Korrelationsanalyse geortet werden. Die durch austretendes Wasser verursachten Schallwellen breiten sich von der Leckage bis hin zur Oberfläche aus und werden in ihre Frequenzteile zerlegt. Die Frequenz, die am stärksten im Geräuschspektrum vertreten ist, ist maßgeblich für die Ortung. Alle anderen störenden Nebengeräusche werden mit einem besonderen Steilpassfilter ausgegrenzt. Für das menschliche Ohr ist diese Differenzierung nicht hörbar und wird deshalb elektronisch gesteuert. Diese Ergebnisse werden dann über ein Vollsicht-Messinstrument angezeigt.

     

    Korrelationsanalyse:

    Dieses Funktionsprinzip ist ähnlich dem der Frequenzanalyse. Ein Sensor, der am Rohr oder der Armatur befestigt ist, empfängt die von austretendem Wasser verursachten Geräusche (Schwingungen), die dann in elektrische Signale umgewandelt werden. Da die Sensoren die Geräusche (Schwingungen) zu unterschiedlichen Zeiten empfangen (je nach Entfernung), misst der Korrelator diese Zeitdifferenz und kann daraus die Entfernung zur Leckstelle errechnen.

     

    Impulsstromverfahren (Flachdachleckortung):

    Da in den seltensten Fällen die Wasseraustrittstelle identisch mit der Leckstelle ist, wird auf der Oberfläche der Dachhaut eine Ringleitung (Minuspol) und an der Wasseraustrittstelle der Pluspol verlegt. Nun wird das Dach bewässert, sodass der über einen Impulsstromgenerator erzeugte Strom über die nicht leitende Dachhaut zur Leckstelle fliesen kann. Mit Messstäben wird die Fliesrichtung des Stroms bestimmt und somit auch die Leckage geortet.

    Dieses System kann nur bei Dächern eingesetzt werden, die mit nichtelektrisch leitenden Abdichtungen (Bitumen oder Sarnafilfolie) versehen sind.

    Dieses Verfahren kann, ohne Auflastungen wie Kies oder Begrünungen zu entfernen sowohl an Kalt- wie auch an Warmdächern eingesetzt werden.

     

    Endoskopie:

    An schwer zugänglichen Stellen wie z.B. Hohlräumen hinter Vorgemauerten Wänden, Unterseite von Bade- oder Duschwannen usw. kann mit einem Endoskop oder einem flexiblen Fiberskop nahezu zerstörungsfrei (gelegentlich muss ein Loch von ca. 6mm Durchmesser gebohrt werden) eine Untersuchung von dort verlegten Wasserführenden Leitungen bzw. der Abflüsse durchgeführt werden.

    Ebenso eignen sich Endoskope bzw. Fiberskope zur Inspektion aller schwer zugänglichen Stellen wie Ständerwänden, Abgehängte Decken, Holzbalkendecken, Außenwände mit Luftspalt usw.

     

    Blower-Door

    Das Blower-Door wird zur Prüfung der Luftdichten Schicht bei Gebäuden eingesetzt. Hierbei wird ein regelbarer Ventilator in eine Tür oder Fenster eingesetzt (meist mit einem variablen Rahmen und Spanntuch). Mittels des Ventilators wird im zu prüfenden Gebäude ein über oder Unterdruck erzeugt. Bei einem konstanten Unterdruck von 50 Pascal strömt nun die Luft von außen durch eventuell vorhandene Leckagen nach. Diese können nun unter zu Hilfenahme der Thermografiekamera, Rauchröhrchen oder einem Anemometer (Luftgeschwindigkeitsmesser) geortet werden.

    Geräte zur Leckortung finden Sie in unserem Messtechnik-Online-Shop.

  •  
      Fotos 
    Fotomaterial zu den zuvor beschriebenen Methoden der Leckortung finden Sie im Kapitel Messtechnik
     
     
    Free Counters
    Web Counter